Alt trifft automatisch – Spannhülsenbearbeitung neu gedacht
Ein Maschinenverbund aus Stanze, Entgrateinheit und Markierer – klingt erstmal nach ordentlich Öl, Lärm und Handarbeit. Aber was, wenn wir sagen: Das geht auch smarter, schneller und flexibler? Genau das haben wir umgesetzt – bei einem Projekt, das uns gezeigt hat, wie spannend Spannhülsen wirklich sein können.
Drei Schritte. Eine Lösung.
Stanzen. Entgraten. Markieren. Diese drei Bearbeitungsschritte galt es zu automatisieren – und zwar für eine Produktpalette, die nicht stillsteht. Über 30 verschiedene Durchmesser und Höhen waren zu Projektstart bereits gesetzt, neue Varianten kommen regelmäßig hinzu. Das schreit förmlich nach unserer bewährten parametrischen Programmierung inklusive KILIVATIONS-Datenbank. Produkt benennen, Maße eintragen – der Roboter weiß, was zu tun ist. Dank elektrischem Greifer mit Kraft- und Wegüberwachung ist das Umrüsten ein Kinderspiel: ein paar Klicks, und in Sekunden ist das neue Bauteil produktionsbereit.
Die Stanze – Retro trifft Retrofit
Highlight des Projekts: eine fast 50 Jahre alte Exzenterpresse mit Schwungradantrieb. Diese war ursprünglich auf reine Zweihandbedienung ausgelegt, welche auch die mechanischer Kraftaufnahme sicherstellte. Wir haben sie modernisiert: Fernauslösung, Auslöserückmeldung und ein nachgerüsteter Pneumatikzylinder, der heute die Kraft aufnimmt.
Entgraten 2.0
Auch die Entgrateinheit war ein Unikat – eine selbstgebaute elektropneumatische Vorrichtung. Auch hier: Fernauslösung rein, Rückmeldung dran – fertig ist die Automatisierung.
Markieren mit dem Nadler
Der jüngste Kollege im Trio ist ein Nadelpräger von 2013. Für diesen haben wir nicht nur die Steuerung angepasst, sondern ein geniales 3D-gedrucktes Pyramidensystem entwickelt. Es sorgt dafür, dass Spannhülsen unterschiedlichster Maße sicher und schnell fixiert werden – ohne Umrüstmarathon. Und weil die Vibration beim Nadeln zum Problem wurde, haben wir den Roboter einfach gleich mit zupacken lassen: Während des Markierens hält er das Bauteil stabil fest.
Ordnung muss sein
Für den Vorprozess haben wir KLTs mitgeliefert in welche die Spannhülsen gestapelt werden. Der Roboter kann diese somit ohne aufwändige Sensorik entnehmen – so spart unser Kunde Zeit, Platz und Geld. Der Roboter erreicht dank seiner Reichweite gleich vier KLTs, und mit unserem rein mechanischen Kistengreifer stapelt er sogar zwei davon übereinander. Ist die obere Kiste leer, wird sie umgeparkt – die untere kommt zum Zug.
Sind die Hülsen bearbeitet, landen sie wohlbehalten im Waschkorb.
Fazit:
Mit einem Mix aus Retrofit, parametrischer Programmierung, 3D-Druck und einer Prise Erfindergeist ist uns eine hochflexible und zukunftssichere Lösung gelungen. Ganz im Stil von KILIVATIONS: Altbewährtes bewahren, Neues möglich machen.
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